Naturkunst im Landhotel Schönblick Bad Herrenalb

Meine Kunstausstellung im Landhotel Schönblick

Was gibt es Schöneres, als Kunst dort zu erleben, wo Raum, Natur und Atmosphäre perfekt miteinander harmonieren? Im wunderschönen Landhotel Schönblick durfte ich eine Auswahl meiner originalen Acrylgemälde präsentieren. Ein Ort, der wie geschaffen ist für eine Auszeit vom Alltag.

Kunst als Quelle der Entspannung

Ein Hotel ist weit mehr als nur ein Ort zum Übernachten. Es ist ein Rückzugsort, an dem Gedanken zur Ruhe kommen dürfen.  Genau hier entfaltet Kunst ihre ganz besondere Wirkung. Farbtöne, Strukturen und Naturmotive fügen sich in das stillvolle Ambiente des Hauses ein und schaffen eine warme, einladende Atmosphäre. Ob beim Eintreten in den Raum oder beim Verweilen im Gastbereich, die Werke laden dazu ein, für einen Moment innezuhalten, den Blick schweifen zu lassen und durchzuatmen.

Regional verwurzelt: Kunst im Schwarzwald

Als Künstlerin schöpfe ich viel Inspiration aus der Natur. Die imposanten Wälder, das Spiel von Licht und Schatten und die saftigen Farben unserer Region prägen viele meiner Arbeiten. Es erfüllt mich daher mit großer Freude, meine Gemälde an einem Ort im Schwarzwald zu zeigen, der genau diese Verbindung zur Natur täglich lebt.

Ich freue mich sehr über dieses wunderbare Projekt und bedanke mich herzlich beim Team des Landhotels Schönblick für die tolle Zusammenarbeit!

Kunstausstellung im Modehaus Streit Ettlingen

 

Wenn Naturkunst auf Mode trifft

Ein Schaufenster ist wie eine Einladung im Vorbeigehen. Als meine großformatigen Naturwerke im Modehaus Streit in Ettlingen ihren Platz gefunden haben, gab es einen besonderen Moment. Die satten Erdtöne, Grün-Blautöne und sanften Nuancen meiner Gemälde haben sich nahtlos mit den aktuellen Farben der Mode im Schaufenster verbunden.

Warum Mode und Kunst dieselbe Sprache sprechen

Mode und Kunst nutzen die selbe Magie. Farben und Texturen, um Stimmungen zu erzeugen. Wenn ein Gemälde im Schaufenster auf fein abgestimmte Kleidungsstücke trifft, entsteht ein lebendiges Gesamtbild. Die Naturtöne der Leinwand spiegeln die Stoffe wider und plötzlich ist das Schaufenster kein reiner Verkaufsraum mehr, sondern ein Ort der Inspiration und Ruhe mitten in der Ettlingen Stadt.

Diese Kunstausstellung hat mir einmal mehr gezeigt, wie wandlungsfähig Kunst im Raum, ist. Ob im Schaufenster, in einer modernen Boutique, im Hotelfoyer oder über dem heimischen Sofa. Wenn Farben aufeinander abgestimmt sind, schaffen sie eine Atmosphäre, an der man gerne verweilt.

Großformatiges blaues See-Gemälde von Johanna Degelmann inmitten von gelben und blauen Sommerkleidern im Schaufenster vom Modehaus Streit in Ettlingen
Farbspiel im Schaufenster: See-Gemälde trifft Sommerkollektion.

Ein herzliches Dankeschön an das Team vom Modehaus Streit in Ettlingen für diese wunderbare Kooperation und den Raum für meine Kunst!

Frühling im Atelier

Frühlingerwachen Acrylbild

Pink im Ozean aus Grün

Irgendwann im April passiert hier im Schwarzwald jedes Jahr dasselbe. Man schaut aus dem Fenster und plötzlich knallt ein Kirschbaum in leuchtendem Pink mitten aus dem sonst so ruhigen, tiefen Grün der Nadelbäume heraus.

Frühling Erwachen

Dieser Kontrast hat mich diesen Frühling einfach nicht losgelassen.  Aus diesen Moment ist mein neues Bild Blütenzauber entstanden. Kein großer Plan, kein tiefgründiges Statement, einfach nur Versuch, dieses radikale Ausbrechen der Farben auf die Leinwand zu bringen.

Stille erfahren

Was mich beim Malen beschäftigt hat

Ich werde oft gefragt, warum ich mich so auf Naturmotive fokussiere. Für mich hat das wenig mit kitschiger Romantik zu tu, sondern viel mehr mit Blickwinkel.

Wenn ich im Frühjahr durch den Wald laufe, fasziniert mich gar nicht mal das Klischee vom Neubeginn. Mich fasziniert die Dynamik. Wie viel Kraft in so einer Knospe stecken muss, um einfach aufzuplatzen, völlig egal, ob gestern noch geregnet oder geschneit hat.

Beim Malen von Blütenzauber habe ich genau das gemerkt:

Ich wollte weg von steifen, perfekten Formen.

Ich wollte die Leichtigkeit spüren, die entsteht, wenn man die Farbe einfach fließen lässt und tupft.

Lichtung

Wenn die Sonne durch die Bäume bricht

Lermoos in Österreich. Ich stand mitten in einem extrem dichten Waldstück, wo es fast dunkel und kühl war. Und genau in diesem Moment haben sich die Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Baumkronen gebrochen.

Ein einziger, klarer Augenblick. kein Lärm, keine Ablenkung, einfach nur das Zusammenspiel von Schatten und Licht.

Solche Momente sind der Grund, warum ich immer wieder in die Natur gehe. Nicht, um nach großen Antworten zu suchen, sondern um das ständige Rauschen im Kopf für einen Moment komplett abzuschalten.

Was dieser Moment mit meiner Malerei macht

Als Künstlerin versuche ich gar nicht erst, eine Fotokopie der Natur anzufertigen. Die Natur ist unkopierbar. Was mich interessiert, ist die Atmosphäre:

  • Der Kontrast: Die tiefe, fast schwarze Dunkelheit des dichtes Waldes im Vergleich zu den extrem hellen, warmen Lichtstrahlen.
  • Die Textur: Wie das Licht die Struktur der Baumstämme und den Waldboden sichtbar macht.
  • Die Ruhe: Dieses schlagartige Innehalten, wenn man einfach nur dasteht und zuschaut.

Wenn ich zurück im Atelier bin, geht es genau um dieses Gefühl. Ich trage dicke Farbschichten auf, setze dunkle Töne und arbeite mich Schritt für Schritt zu den hellen Stellen vor, bis das Bild atmet.

Ein Gegenpol zur lauten Welt

Wir verbringen so viel Zeit vor Bildschirmen, in Meetings oder im durchgetakteten Alltag. Der Wald verlangt nichts von uns. Er funktioniert einfach, ganz ohne Filter oder Inszenierung.

Das Foto aus Lermoos und die daraus entstandene Kunstwerk Idee soll genau das sein. Ein visueller Anker an der Wand. Ein Bild, auf das man schaut, wenn der Tag mal wieder zu laut ist, um für eine Sekunde tief durchzuatmen.

Mehr darf Natur-Kunst für mich gar nicht tun.

Warum Grün?

Farbe Grün & Ihre Wirkung

Es gibt kaum eine Farbe, die so komplex und gleichzeitig so unaufgeregt ist wie Grün. Wenn ich im Atelier stehe und an einem neuen Werk arbeite, greife ich fast automatisch dazu. Aber nicht, weil ich eine bestimmte Formel verfolge, sondern weil Grün eine ganz eigene Energie besitzt.

In der Natur gibt es kein "einziges" Grün. Wenn man in den Wald geht, sieht man hunderte Nuancen auf einmal.: das kühle, fast schwarz Grün der Tannen, das warme Moosgrün am Boden oder das frische, fast gelbliche Grün junger Blätter im Licht.

Genau diese Vielfalt fasziniert mich beim Malen.

Mischen statt Perfektion

Ich verwende Grün in meinen Bildern nicht, um schöne Deko zu schaffen. Ich benutze es, um Tiefe zu bauen.

  • Echte Erdtöne: Ich mische meine Grüntöne mit Pigmenten aus der Natur, mit Braun, Grau oder tiefem Blau.
  • Schichten spüren: Grün lässt sich wunderbar schichten. Eine dunkle Untergrundschicht gibt dem Bild ein Gewicht, während hellere Grüntöne darüber das Licht einfangen.
  • Keine künstliche Hektik: Grün ist die einzige Farbe, die das Auge nicht anstrengt. Sie fordert keine laute Aufmerksamkeit wie Rot oder Gelb. Sie ist einfach da und steht für sich.

Was Grün im Raum verändert

Wir leben in Städten und Räumen, die oft von Beton, Glas und Bildschirmen geprägt sind. Ein großformatiges Bild mit tiefen Grüntönen holt ein Stück dieser organischen Ruhe zurück an die Wand.

Es geht nicht darum, vorzuschreiben, was man beim Ansehen fühlen soll. Ein Bild muss nicht "heilen".  Aber wenn man nach einem langen Tag davorsteht und der Blick für ein paar Sekunden in den verschiedenen Farbschichten hängen bleibt, während die Gedanken langsamer werden, dann hat die Farbe Grün genau das getan, was sie am besten kann: Erden.

Der Blick nach oben

Strahlen durch das Blätterdach

Manchmal muss ich einfach stehen bleiben und den Kopf in den Nacken legen. Genau das ist die Perspektive hinter meinem Werk „Strahlen der Hoffnung“. Ich stand mitten im Wald und habe nach oben geschaut. Die mächtigen Stämme, die wie Säulen in den Himmel ragen, das dichte Blätterdach und mittendrin die Sonne, die sich kraftvoll ihren Weg durch die Äste bahnt.

Es ist eine Perspektive, die einen sofort klein und gleichzeitig seltsam geerdet fühlen lässt.

Was mich an diesem Lichtspiel fasziniert

Als Malerin ist Gegenlicht eine der spannendsten, aber auch herausforderndsten Aufgaben. Wenn das Sonnenlichtdirekt durch die Bäume bricht, passiert etwas Erstaunliches mit den Farben.

  • Die Kontraste: Die Äste und Blätter wirken im direkten Gegenlicht fast schwarz, während das Licht an den Rändern alles zum Leuchten bringt.
  • Die Dynamik: Lichtstrahlen sind nicht einfach nur gelbe Striche. Sie verändern die Atmosphäre im gesamten Raum.
  • Die Tiefe: Durch das Zusammenspiel von hellen Strahlen und dunklem Holz entsteht eine enorme Räumlichkeit auf der Leinwand.

Warum ich dem Bild diesen Namen gegeben habe

Der Titel „Strahlen der Hoffnung“ klingt im ersten Moment vielleicht romantisch, aber für mich steckt darin eine ganz pragmatische Beobachtung aus der Natur.

Egal wie dicht das Geäst da oben ist, egal wie schattig es am Waldboden wirkt, das Licht findet immer eine Lücke.

Ich wollte mit diesem Bild kein Rezept für das Leben liefern und erst recht keine Predigt halten. Aber ich mag den Gedanken, dass ein Blick an die Wand uns im Alltag daran erinnern kann: Nach dunklen Phasen oder an stressigen Tagen gibt es immer wieder diesen einen Moment, in dem die Sonne durchbricht.

Im Licht des Waldes

Raum zum Durchatmen auf der Leinwand

Unser Alltag ist laut, digital und oft vollgestopft mit Aufgaben. Ich kenne das Gefühl selbst nur zu gut. Das Handy blinkt, die To-do-Liste wächst und der Kopf läuft auf Hochtouren.

Wenn mir alles zu viel wird, gehe ich raus. Ein einfacher Waldweg, das Geräusch von Schritten auf dem Waldboden und die kühle Luft. Mehr braucht es oft gar nicht, um wieder runterzukommen.

Weil man aber nicht jedes Mal spontan in den Wald flüchten kann, wenn der Alltag stresst, habe ich dieses großformatige Gemälde gemalt.

Der Weg als Motiv

Das Bild zeigt einen einfachen Pfad, der sich durch dichtes Grün schlängelt, während warmes Sonnenlicht auf den Boden fällt.

Ich mag Wege als Motiv sehr gerne, aber ganz ohne tiefgründige Symbolik:

  • Die Führung: Ein Weg zieht den Blick ganz automatisch ins Bild hinein. Er gibt dem Auge eine Richtung und schafft eine schöne Tiefe auf der ebenen Leinwand.
  • Das Licht: Wenn Sonnenstrahlen auf einen Waldweg treffen, entsteht dieser schöner Wechsel aus Licht und Schatten. Das bringt Leben und Bewegung in die Farbschichten.
  • Das Offene: Man sieht nicht sofort, was hinter der nächsten Biege kommt. Das lässt dem Betrachter Raum für eigene Gedanken.

Wie ich das Bild im Atelier aufgebaut habe

Bei diesem Werk war mir wichtig, dass sie Farben natürlich und unaufdringlich wirken. Ich habe mit organischen Grüntönen, kühlen Schattierungen und warmen Ockertönen gearbeitet.

Durch dicke Farbschichten und spürbare Texturen wirkt die Leinwand nicht glatt oder steril, sondern greifbar. Man soll dem Bild ansehen, dass es mit den Händen geschaffen wurde.

Was das Bild im Raum bewirkt

Ich möchte niemanden einreden, dass ein Bild das Leben verändern oder ein Wundermittel gegen Stress ist.

Aber Kunst hat eine physische Wirkung auf Räume: Ein großformatiges Naturgemälde holt eine ruhige, organische Atmosphäre a die Wand. Wenn man im Raum sitzt, aufblickt und seinen Blick für ein paar Sekunden dem Waldweg folgt, entschleunigt das ganze von alleine.

Es ist eine einfache Einladung, kurz innezuhalten, nicht mehr und nicht weniger.

Wie die Stille auf die Leinwand kommt

Reflexionen der Stille

Von spiegelglattem Wasser und einem Graureiher.  Es gibt Momente in der Natur, die wirken fast künstlich, weil sie so absolut ruhig sind. Wenn man an einem frühen Morgen an einem See kommt, kein Windhauch geht und die Wasseroberfläche so glatt ist, dass sich das Ufer perfekt auf dem Kopf stehend spiegelt. Genau so einen Moment wollte ich auf der Leinwand einfangen.

Aus dieser ruhigen Szene ist das Werk „Reflexionen der Stille“ entstanden.

Die Details auf der Leinwand

Statt einer wilden, dynamischen, abstrakten Malweise ging es mir bei diesem Bild um Präzision, Ausdauer und Schichtung.

  • Das spiegelglatte Wasser: Die Herausforderung bestand darin, die dichten Tannen und das Laub so auf die Wasseroberfläche zu bringen, dass man die Reflexion spürt, ohne dass das Bild überladen wirkt.
  • Blick unter die Oberfläche: am Uferbereich habe ich feine Nuancen gesetzt, damit man die Steine auf dem Grund des Sees durch das klare Wasser hindurchschimmern sieht. Das gibt der flachen Leinwand eine enorme Tiefe.
  • Der Graureiher: Er steht völlig regungslos im Wasser. Wer schon mal einen Reiher beobachtet hat, weiß mit welcher absoluten Geduld und Fokussierung diese Tiere minutenlang verharren. Er braucht keine große Geste, seine bloße Präsenz bringt das gesamte Bild auf den Punkt.

Die Wirkung des Großformats

Ich habe dieses Motiv bewusst auf einer großen Leinwand gemalt. Ein kleines Format kann eine solche Landschaft gar nicht atmen lassen. Durch die Größe zieht das Bild den Blick im Raum regelrecht an. Es funktioniert wie ein ruhiger Gegenpol in einer oft hektischen Umgebung. Kein grelles Rauschen, keine schnellen reize, einfach nur kühles Wasser, tiefer Wald und ein Vogel, der die Zeit vergessen hat.

Johanna Degelmann
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