Wenn die Sonne durch die Bäume bricht
Lermoos in Österreich. Ich stand mitten in einem extrem dichten Waldstück, wo es fast dunkel und kühl war. Und genau in diesem Moment haben sich die Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Baumkronen gebrochen.
Ein einziger, klarer Augenblick. kein Lärm, keine Ablenkung, einfach nur das Zusammenspiel von Schatten und Licht.
Solche Momente sind der Grund, warum ich immer wieder in die Natur gehe. Nicht, um nach großen Antworten zu suchen, sondern um das ständige Rauschen im Kopf für einen Moment komplett abzuschalten.
Was dieser Moment mit meiner Malerei macht
Als Künstlerin versuche ich gar nicht erst, eine Fotokopie der Natur anzufertigen. Die Natur ist unkopierbar. Was mich interessiert, ist die Atmosphäre:
- Der Kontrast: Die tiefe, fast schwarze Dunkelheit des dichtes Waldes im Vergleich zu den extrem hellen, warmen Lichtstrahlen.
- Die Textur: Wie das Licht die Struktur der Baumstämme und den Waldboden sichtbar macht.
- Die Ruhe: Dieses schlagartige Innehalten, wenn man einfach nur dasteht und zuschaut.
Wenn ich zurück im Atelier bin, geht es genau um dieses Gefühl. Ich trage dicke Farbschichten auf, setze dunkle Töne und arbeite mich Schritt für Schritt zu den hellen Stellen vor, bis das Bild atmet.
Ein Gegenpol zur lauten Welt
Wir verbringen so viel Zeit vor Bildschirmen, in Meetings oder im durchgetakteten Alltag. Der Wald verlangt nichts von uns. Er funktioniert einfach, ganz ohne Filter oder Inszenierung.
Das Foto aus Lermoos und die daraus entstandene Kunstwerk Idee soll genau das sein. Ein visueller Anker an der Wand. Ein Bild, auf das man schaut, wenn der Tag mal wieder zu laut ist, um für eine Sekunde tief durchzuatmen.
Mehr darf Natur-Kunst für mich gar nicht tun.

